Mondschein Gassi

Langsam werden die Temperaturen milder und wir können abends wieder auf Parkbänken sitzen. Gerade bei klaren Vollmondnächten liebe ich es Sterne zu gucken und mich dazwischen über die Blicke der wenigen Passanten, die abends noch unterwegs sind, zu amüsieren. Crisou sitzt dann ja mit mir auf der Bank, den Hintern hat er auf der Bank und die Vorderpfoten liegen auf meinem Schoß. Gerade für Fahrradfahrer ist es dann schon eine Herausforderung noch geradeaus zu fahren. Crisou pöbelt ja gerne Fahrradfahrer an. Ist an sich ja schon nicht toll, aber wenn er auf einer Bank sitzt und halb auf mir liegend bellt, ist das schon ein sehr ungewöhnlicher Anblick.

Auch manche Kuriositäten begegnen einem abends. Letztens quälte sich eine Stretchlimosine durch die engen Straßen. Wir haben beide ziemlich blöde geschaut. Vor allem, da ich Crisou gerade einen Kecks geben wollte. Seinen Schnauze blieb offen stehen und meine Kinnlade hing auch runter. Und beide blickten wir der Limosine hinterher….

Oder die Currywurstsauce im 5l Eimer die wochenlang auf einer Parkbank stand.

Das schlimmste was uns aber abends passieren kann, ist eine Begegnung mit der „Killer-Katze“. Eine braun-weise Katze, die sich an sehr engen Wegen so strategisch positioniert, dass man, egal wie man geht, an ihr vorbei muss. Und die Gute greift Hunde an. Ich habe Crisou dann vorbei getragen. Umdrehen konnte ich nicht, da ich einem anderen Hund ausweichen musste.

Nach solchen Begegnungen fällt mir dann wieder das Gedicht ein:

„Dunkel wars der Mond schien helle, als ein Wagen blitzeschnelle, langsam um die Ecke fuhr. Drinnen saßen stehend Leute, schweigend ins Gespräch vertieft, als ein totgeschossener Hase auf der Sandbank Schlittschuh lief.“

2 Kommentare zu „Mondschein Gassi“

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